Nachhaltigkeit

Von einem Prinzip der Forstwirtschaft hat sich Nachhaltigkeit zu einem Leitbild für das 21. Jahrhundert entwickelt. Der Kerngedanke: Zukünftige Generationen sollen dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben haben wie wir. Gleichzeitig müssen Chancen für alle Menschen auf der Erde fairer verteilt werden. Nachhaltige Entwicklung verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt.

Der Flughafen behält deshalb die Auswirkungen im Blick, die der Betrieb für seine Nachbarn und die Umwelt hat und übernimmt Verantwortung.

Umwelt- und Klimaschutz

Die Allgäu Airport GmbH & Co.KG besitzt und betreibt ein Nahwärmenetz, mit dem alle Gebäude im und am Flughafen zentral mit Wärme versorgt werden. Das Nahwärmenetz mit der zentralen Wärmeerzeugung spart Energie und ist effizienter für die Wärmekunden, die ansonsten alle eigene Heizungsanlagen errichten und betreiben müssten.

Nun wird eine weitere Neuerung eingeführt: Die Energieerzeugung durch ein Blockheizkraftwerk, kurz auch BHKW genannt (mittels so genannter Kraft-Wärmekopplung), das die Energieeffizienz deutlich verbessert. Das BHKW (im Prinzip ein Dieselmotor, der durch Erdgas bzw. Biogas angetrieben wird) liefert neben der Wärme zum Heizen auch elektrischen Strom, der somit die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage nachhaltig erhöht.

Damit können zum einen die Wärmekosten wirtschaftlich gehalten werden und zum anderen der sonst zugekaufte Strom selbst erzeugt werden. So wird der Allgäu Airport ca. 60 bis 70 % der zum Betrieb des Flughafens benötigten Strommenge künftig selbst produzieren.

Der Einsatz dieser Anlage verdeutlicht den verantwortungsbewussten Umgang mit Energie, der zur weiteren Entwicklung des Flughafengeländes notwendig ist.

Nachhaltigkeit als Unternehmensziel: IASA Siegel für den Flughafen

Ziel einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensführung ist die Balance ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Erfordernisse. Die von der International Association for Sustainable Aviation (IASA) e.V. verliehene Auszeichnung bestätigt auf der Basis einer umfassenden, von neutralen Auditoren durchgeführten Prüfung das erfolgreiche Bemühen um mehr Nachhaltigkeit. Die IASA würdigt damit die Anstrengungen des Flughafens Memmingen um den Schutz der Umwelt, eine gute Nachbarschaft mit den Anrainern und den wirtschaftlichen Nutzen für die Region.

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Soziales Engagement

Logo_humedica

humedica e. V. mit Hauptsitz in Kaufbeuren ist eine relevante, international operierende Nichtregierungsorganisation (NRO) mit Projekten in 90 Ländern unserer Erde. Seit dem Gründungsjahr 1979 leistet humedica humanitäre Hilfe mit einem Schwerpunkt auf Katastropheneinsätzen. Mit Unterstützung ehrenamtlicher medizinischer Teams leistet humedica schnelle und nicht minder effiziente Nothilfe. Etwa 500 Menschen mit medizinischen Berufen sind in der humedica-Datenbank registriert und sind bereit, innerhalb kürzester Zeit weltweit Hilfe zu leisten. Ergänzt wird dieses Engagement durch mittel- bis langfristige Hilfsprojekte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit wie etwa im Niger, Sri Lanka, Haiti, Äthiopien oder auch Brasilien (u.v.a). Das Ziel der Arbeit ist es, mit konkreter Hilfe und allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Menschen zur Seite zu stehen, die durch Katastrophen oder strukturelle Armut in Not geraten sind. Der Flughafen Memmingen arbeitet seit 2012 eng mit humedica zusammen und unterstützt mit diversen Aktionen die Arbeit der Hilfsorganisation. So kommt seit 2016 der Erlös weggeworfener Pfandflaschen humedica zugute. Auch bei Flügen in Krisengebieten unterstützt der Flughafen. Ebenso mit Ausstellungen, die auf das Leid der Menschen in armen Ländern aufmerksam machen sollen.
www.humedica.org

Logo_nomaDas Grauen hat einen harmlosen Namen: Noma. Die Infektionskrankheit ist tückisch und trifft vor allem Kinder in Entwicklungsländern, deren Immunsystem durch Unterernährung oder mangelnde Hygiene bereits geschwächt ist. Jährlich sterben fast 90.000 Kinder an Noma, was durch Früherkennung und Behandlung mit Antibiotika und Desinfektionsmitteln verhindert werden könnte. Dafür kämpft der Kemptener Verein „Gegen Noma e. V.“ mit großangelegten Spendenaktionen – unter anderem am Allgäu Airport.
Im Sicherheitsbereich des Terminals befindet sich eine große Spendenbox des Vereins. Das gespendete Geld wird zu 100 Prozent für die humanitäre Arbeit vor Ort eingesetzt.
www.gegen-noma.de