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Eine neue Brücke zwischen Schwaben und der Bukowina

Erstflug nach Suceava mit „Botschaftern“ des Bezirks

Es ist das sechste Ziel des Flughafen Memmingen in Rumänien. Und es ist eine Destination, die in einem besonderen Verhältnis zu Schwaben steht. Denn es waren auch Siedler aus Schwaben, die das Bild der Bukowina im 19. Jahrhundert mitgeprägt haben. Folgerichtig waren beim Erstflug nach Suceava heute (17.6.) namhafte „Botschafter“ Schwabens an Bord der Wizz Air Maschine.

Denn der Bezirk Schwaben pflegt bereits seit 1997 eine Regionalpartnerschaft in die rumänisch-ukrainische Grenzregion Bukowina. Sie entstand aus der historischen Verbundenheit Schwabens zum ehemaligen „Buchenland“, in dem viele deutschstämmige Menschen lebten. Sehr erfreut ist man nun beim Bezirk Schwaben über die neue, langersehnte Flugverbindung. „Das erleichtert uns die Partnerschaftsarbeit und das Entstehen weiterer Kontakte in die Bukowina“, so der ehemalige Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert bei einem Pressegespräch vor dem Erstflug, an dem er mit weiteren Vertretern des Bezirks teilnahm. Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid hatte seit geraumer Zeit versucht, dem Wunsch der Region nach einer direkten Flugverbindung in dieses Ziel nachzukommen. „Es freut mich sehr“, so Schmid, „dass es uns nun gemeinsam mit unserem Partner Wizz Air gelungen ist, diese traditionsreiche Verbindung zwischen Schwaben und der Bukowina mit drei Flügen pro Woche auf eine neue Basis zu stellen.“ „Mit der neuen Flugverbindung rücken wir noch enger zusammen“, betont Altbezirkstagspräsident Jürgen Reichert. Der amtierende Bezirkstagspräsident Martin Sailer erhofft sich, dass nach dem Vorbild der Beziehungen zum französischen Département de la Mayenne, mit dem der Bezirk ebenfalls eine Regionalpartnerschaft pflegt, nun auch auf kommunaler Ebene Beziehungen zwischen Schwaben und der Bukowina entstehen. „Eine direkte Anreise erleichtert hier doch einiges“, so Sailer.

Der bisherige Austausch zwischen den Regionen ist geprägt von Jugend- und Bildungsarbeit sowie dem Fachaustausch zwischen sozialen und medizinischen Einrichtungen. Darüber hinaus gibt es viele Kontakte durch das Bukowina-Institut, einem AN-Institut der Universität Augsburg, das sich der Erforschung der Kultur und Geschichte der Bukowina und dem östlichen und südöstlichen Europa widmet. Der Bezirk Schwaben betreut in Suceava und im ukrainischen Czernowitz zudem zwei Infostellen, die als „kleine Botschaften“ über Schwaben und Bayern informieren.

Am Erstflug nahmen seitens des Bezirks Schwaben Altbezirkstagspräsident Jürgen Reichert, Dr. Philipp Prestel, Europabeauftragter des schwäbischen Bezirkstags, und Dr. Katharina Haberkorn, Partnerschaftsbeauftragte für die Bukowina im Europabüro des Bezirks, teil.

Drei Mal wöchentlich – am Montag, Mittwoch und Freitag – verbindet die Fluggesellschaft Wizz Air nun Memmingen mit der rund 90.000 Einwohner zählenden Stadt. Heute gehört die nördliche Hälfte der Region Bukowina zur Ukraine, die südliche zu Rumänien. Hier liegen auch die bekannten Moldauklöster, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen.

Nach Sibiu, Cluj-Napoca, Temeswar, Tirgu Mures und der Hauptstadt Bukarest ist Suceava das sechste rumänische Flugziel ab Memmingen. Insgesamt bietet der Flughafen nun 23 Strecken von und nach Osteuropa.

Weitere Informationen unter www.allgaeu-airport.de und
www.bezirk-schwaben.de

Erstflug nach Suceava: Mit an Bord sind Schwabens Botschafter Altbezirkstagspräsident Jürgen Reichert (Mitte), Dr. Katharina Haberkorn (v.r.), Partnerschaftsbeauftragte für die Bukowina im Europabüro des Bezirks, und Dr. Philipp Prestel, Europabeauftragter des schwäbischen Bezirkstags. Bezirksrätin Petra Beer aus Memmingen und Ralf Schmid, Geschäftsführer Flughafen Memmingen, verabschiedeten sie. Bild: Flughafen Memmingen