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Bilanz 2013: Bessere Auslastung, leichter Rückgang bei den Fluggastzahlen

„Wir sind angesichts schwieriger Rahmenbedingungen mit dem Ergebnis des Jahres 2013 sehr zufrieden.“ Diese Bilanz zieht Allgäu Airport Geschäftsführer Ralf Schmid für das abgelaufene Jahr. Zu den Widrigkeiten des Marktes zählen insbesondere die weiterhin geltende Luftverkehrssteuer, die gesamteuropäisch agierende Fluggesellschaften wie Ryanair und Wizz Air veranlasse, ihr Wachstum in Ländern mit einer günstigeren Kostenstruktur zu forcieren, was auch am Allgäu Airport zu einem leichten Passagierrückgang führte. Als großen Pluspunkt werten die Flughafenbetreiber jedoch den positiven Planfeststellungsbeschluss, der es ihnen ermöglicht, den Allgäu Airport fit für die Zukunft zu machen.

Zu den Zahlen: „Es war ein Jahr mit gegenläufigen Bewegungen“, resümiert Airport Geschäftsführer Ralf Schmid. Obwohl insbesondere Ryanair aufgrund der deutschen Kostensituation Kapazitäten in Memmingen verringert hat, konnte der Rückgang der Passagierzahlen  auf vier Prozent begrenzt werden.  Dies gelang insbesondere durch die Aufnahme neuer Strecken nach Teneriffa, Tirgu Mures, Donezk und zum Jahresende nach Hamburg und Berlin. Benutzten im Vorjahr 869.937 Passagiere den Flughafen, so waren es im abgelaufenen Jahr 838.971 was einem Minus von 3,56 Prozent entspricht.

„Als großen Erfolg verbuchen wir die Steigerung der Auslastung“, betont Schmid. Sie sei  von 68 auf 79 Prozentpunkte gewachsen. „Im Durchschnitt saßen“, so der Geschäftsführer, „in jedem Flugzeug, das in Memmingen gestartet und gelandet ist, 147 Passagiere.“ Das sei ein erfreulich hoher Wert, der nicht zuletzt die Lärm- und CO2-Belastung reduziere und die Umwelt schone. Während Ryanair als größter Airport-Kunde sein Angebot leicht verringert hat, legte hingegen Wizz Air – die Nummer 2 in Memmingen –  kräftig zu. Dank neuer Flüge – zuletzt kam die Verbindung nach Donezk in der Ukraine hinzu – und der hohen Auslastung verzeichnete die Airline 2013 in Memmingen ein Plus von 60 Prozent. Insgesamt wurde der Allgäu Airport im letzten Jahr regelmäßig von acht Fluggesellschaften angeflogen. Neben Ryanair und Wizz Air handelt es sich dabei um Air Berlin, Germania, Intersky, Fly Niki, TUIfly und seit Dezember um  Germanwings.

„Leider haben sich auch unter der neuen Bundesregierung die Rahmenbedingungen für den Flugverkehr in Deutschland nicht verbessert“, erklärt Ralf Schmid. In ganz Europa agierende Fluggesellschaften wie beispielsweise Ryanair engagierten sich deshalb immer stärker in anderen Ländern mit einer günstigeren Kostenstruktur. Allerdings setze Ryanair weiterhin auf Memmingen. So ist der Allgäu Airport neben Berlin der einzige deutsche Flughafen, der eine neue Strecke nach Shannon in Irland bekommt. Insgesamt rechne man für das laufende Jahr mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2013. Man werde diese Phase nun als Chance nutzen, um die Umsetzung der Maßnahmen der positiv beschiedenen Planfeststellung vorzubereiten.  Ab September diesen Jahres beginne auch die sukzessive Auslieferung neuer Flugzeuge an Ryanair. Die Fluggesellschaft, die unter begrenzten Kapazitäten leidet, hat 175 neue Boeing 737-800 bestellt, die über sechs Jahre hinweg ausgeliefert werden. „An diesem Wachstum werden wir in Memmingen ganz sicher teilhaben“, betont Schmid. Die Optimierung der Airport-Infrastruktur geschehe deshalb genau zum richtigen Zeitpunkt.