Das Grauen hat einen harmlosen Namen: Noma. Die Infektionskrankheit ist
tückisch und trifft vor allem Kinder in Entwicklungsländern, deren
Immunsystem durch Unterernährung oder mangelnde Hygiene bereits
geschwächt ist. Jährlich sterben fast 90.000 Kinder an Noma, was durch
Früherkennung und Behandlung mit Antibiotika und Desinfektionsmitteln
verhindert werden könnte. Dafür kämpft der Kemptener Verein „Gegen Noma
e. V.“ mit großangelegten Spendenaktionen unter anderem am Allgäu
Airport.
Denn auch Passagiere und Besucher des Flughafens
können jetzt ihr Scherflein gegen diese Krankheit beitragen: Seit
Anfang Dezember steht eine große Spendenbox mit Infostele im Gate 2/3,
außerdem liegt Informationsmaterial über den Verein „Gegen Noma e. V.“
aus. Die Hilfsorganisation, die 2008 von den beiden Geschäftsführern
des Käseherstellers Edelweiß in Kempten, Jean- Jacques Santarelli und
Ulrich Kraut sowie dem Allgäuer Bergsteiger Peter Melchin ins Leben
gerufen wurde und zahlreiche Sponsoren aus der Wirtschaft zählt, konnte
als Schirmherrn Schauspieler Michael Mendl („Der große Bellheim“, „Im
Schatten der Macht“) gewinnen. Der überzeugte sich kürzlich im
westafrikanischen Burkina Faso davon, dass die Spendengelder zu 100
Prozent für die humanitäre Arbeit vor Ort eingesetzt werden. Auch der
Allgäu Airport gehört jetzt mit dieser Partnerschaft zum
Sponsorenkreis: Mit einer Spende in Höhe von 3.000 Euro unterstützt er
die Projekte des Vereins, der mit rund 65 Euro die Ausbildung eines
Heilers vor Ort finanzieren und damit ein ganzes Dorf vor Noma schützen
kann.












