München – In Bayerns Wintersportorten herrscht Hochstimmung: Das traumhafte Winterwetter mit Frost und anhaltenden Schneefällen hat den oberbayerischen Skiorten, aber auch dem Fichtelgebirge und den höher gelegenen Regionen im Bayerischen Wald steigende Gästezahlen beschert. „Wir hatten den besten Dezember seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen“, schwärmt etwa die Oberstdorfer Tourismussprecherin Anne Riedler – und schlussfolgert: „Die Wintersaison läuft sehr gut.“
Viele Kurzentschlossene kommen jetzt nach Bayern,weil die Berge hier perfekte Voraussetzungen für den Wintersport bieten – und schneller zu erreichen sind als die Skigebiete in Österreich oder Italien, so das Resumée, das Jens Huwald von Bayerntourismus-Marketing von einem kleinen Wintertourismus-Gipfel mitgebracht hat. Viele Urlauber kommen aus Nordbayern und Nordrhein- Westfalen. Zu 95 Prozent stammen auch in Oberstdorf die Gäste aus Deutschland. Mit der Flugverbindung von London nach Friedrichshafen kommen aber neuerdings auch Engländer. Und der Allgäu- Airport mit seinen Flugverbindungen in denNorden und Westen der Republik bringt verstärkt Gäste aus Berlin, Hamburg, Köln und Bonn. „Es kommen sehr viel mehr Leute, die kürzer bleiben“, beschreibt auch die Oberstdorfer Tourismussprecherin Riedler einen in vielen Skiorten zu beobachtenden Trend.
Alle Lifte in Betrieb
Eine Ausnahme beim Trend zum Kurztrip bildet das Zugspitzgebiet. „Die Leute bleiben wieder länger hier und machen einen richtigen Skiurlaub“, sagt Tourismus-Direktor Peter Ries. Der Tourismuschef führt das direkt auf die Investitionen von etwa 60 Millionen Euro in den vergangenen Jahren zurück. So sei unter anderem die Kreuzeck- und die Hausbergbahn neu und die Zugspitzbahn verfüge ebenfalls über neue Triebwagen. Auchwurde inGarmisch im Hinblick auf die Ski-WM 2011 etwa die Kandahar- Abfahrt ausgebaut und mit Schneekanonen aufgerüstet. „Die Gäste haben erkannt, dass ein Winterurlaub hier wieder richtig Sinn macht.“ 3,50 Meter hoch liegt der Schnee derzeit auf Deutschlands höchstem Berg.
„Auch hier jubeln alle über den Schnee“, sagt Stefan Moder vom Tourismusverband Ostbayern. Bisher sei die Wintersaison gemischt. Während höher gelegene Orte wie St. Englmar mit einer durchgängigen Schneedecke eine gute Auslastung haben, sei es im oberen Teil des Bayerischen Waldes und im Oberpfälzerwald durchwachsen. „Die hätten früher Schnee gebraucht“, sagt Moder. Andererseits sind die Wintergäste flexibel. Die Sonnentage ohne Schnee hätten viele zu Wanderungen genutzt. Doch derzeit schneit es im Bayerischen Wald, sind die Loipen präpariert und alle Lifte laufen. Den ersten guten Winter seit vier Jahren erleben die fränkischen Skigebiete. Mit 13 aufeinander folgenden Wochenenden Skibetrieb verzeichnet das Fichtelgebirge sogar einen Rekord.
Doch auf die naturgegebenen Schneemassen allein verlassen sich die Skisportorte längst nicht mehr: Investitionen in die Infrastruktur wie Seilbahnen und Beschneiung rentieren sich nun offenbar. Am Jenner bei Berchtesgaden nahm die Zahl der Skifahrer um 30 Prozent zu. Auch die beiden größten deutschen Skigebiete um Garmisch-Partenkirchen und um Oberstdorf melden Erfolgszahlen. Am Fellhorn und Nebelhorn wurde viel Geld in die Beschneiung gesteckt, die jetzt in beiden Gebieten bis ins Tal möglich ist. Entsprechend wurde die Werbung für das Gebiet intensiviert und am 6. Dezember erstmals ein „Skiopening“ sozusagen als Start in die Wintersaison zelebriert. „Das hat uns mehr Gäste gebracht“, sagt Tourismussprecherin Anne Riedler.
Trend zum Kurztripp
Bedeutsam für die Entwicklung der Gästezahlen ist jedoch die Qualität der Unterkünfte. Verbesserungen sind allerorten möglich – und nötig. „Wir haben noch einige Häuser mit Nachholbedarf“, gesteht der Garmischer Sprecher. Ries verspürt hier einen frischen Wind. Froh sind sie in Inzell, dass es heuer kein weiteres Minus geben wird wie in den vergangenen Jahren. Einen Trend zur Qualität bemerkt Martin Haßlberger aus Ruhpolding. „Statt zehn Tage Billigurlaub zu machen, buchen die Urlauber lieber sechs Tage mit Qualität.“ Die Faschingsferien werden einen weiteren Schub bringen. Die Unterkünfte sind gut gebucht, es gibt aber noch ein paar freie Zimmer. In der Region Oberstdorf liegt so viel Schnee, dass Anne Riedler auch für die Osterferien noch auf Skigäste hofft. Mit Ausnahme von Garmisch-Partenkirchen verstärkt sich in den bayerischen Fremdenverkehrsorten der ohnehin im Winter bereits vorhandene Trend zum Kurzurlaub. Es kommen mehr Gäste, die aber nur wenige Tage bleiben, zum Beispiel über ein verlängertes Wochenende. Für die Beherbergungsbetriebe bedeutet das einen größeren Aufwand. Oberstdorf verzeichnete im Januar ein Plus von knapp sieben Prozent bei den Übernachtungen, während es 16 Prozent bei den Ankünften waren. Im Durchschnitt sechs Tage bleiben die Gäste derzeit in Berchtesgaden. Bedeutsam für die Entwicklung der Gästezahlen ist jedoch die Qualität der Unterkünfte. Verbesserungen sind allerorten möglich – und nötig. „Wir haben noch einige Häuser mit Nachholbedarf“, gesteht der Garmischer Sprecher. Ries verspürt hier einen frischen Wind. Froh sind sie in Inzell, dass es heuer kein weiteres Minus geben wird wie in den vergangenen Jahren. Einen Trend zur Qualität bemerkt Martin Haßlberger aus Ruhpolding. „Statt zehn Tage Billigurlaub zu machen, buchen die Urlauber lieber sechs Tage mit Qualität.“ Die Faschingsferien werden einen weiteren Schub bringen. Die Unterkünfte sind gut gebucht, es gibt aber noch ein paar freie Zimmer. In der Region Oberstdorf liegt so viel Schnee, dass Anne Riedler auch für die Osterferien noch auf Skigäste hofft.
Viele Kurzentschlossene kommen jetzt nach Bayern,weil die Berge hier perfekte Voraussetzungen für den Wintersport bieten – und schneller zu erreichen sind als die Skigebiete in Österreich oder Italien, so das Resumée, das Jens Huwald von Bayerntourismus-Marketing von einem kleinen Wintertourismus-Gipfel mitgebracht hat. Viele Urlauber kommen aus Nordbayern und Nordrhein- Westfalen. Zu 95 Prozent stammen auch in Oberstdorf die Gäste aus Deutschland. Mit der Flugverbindung von London nach Friedrichshafen kommen aber neuerdings auch Engländer. Und der Allgäu- Airport mit seinen Flugverbindungen in denNorden und Westen der Republik bringt verstärkt Gäste aus Berlin, Hamburg, Köln und Bonn. „Es kommen sehr viel mehr Leute, die kürzer bleiben“, beschreibt auch die Oberstdorfer Tourismussprecherin Riedler einen in vielen Skiorten zu beobachtenden Trend.
Alle Lifte in Betrieb
Eine Ausnahme beim Trend zum Kurztrip bildet das Zugspitzgebiet. „Die Leute bleiben wieder länger hier und machen einen richtigen Skiurlaub“, sagt Tourismus-Direktor Peter Ries. Der Tourismuschef führt das direkt auf die Investitionen von etwa 60 Millionen Euro in den vergangenen Jahren zurück. So sei unter anderem die Kreuzeck- und die Hausbergbahn neu und die Zugspitzbahn verfüge ebenfalls über neue Triebwagen. Auchwurde inGarmisch im Hinblick auf die Ski-WM 2011 etwa die Kandahar- Abfahrt ausgebaut und mit Schneekanonen aufgerüstet. „Die Gäste haben erkannt, dass ein Winterurlaub hier wieder richtig Sinn macht.“ 3,50 Meter hoch liegt der Schnee derzeit auf Deutschlands höchstem Berg.
„Auch hier jubeln alle über den Schnee“, sagt Stefan Moder vom Tourismusverband Ostbayern. Bisher sei die Wintersaison gemischt. Während höher gelegene Orte wie St. Englmar mit einer durchgängigen Schneedecke eine gute Auslastung haben, sei es im oberen Teil des Bayerischen Waldes und im Oberpfälzerwald durchwachsen. „Die hätten früher Schnee gebraucht“, sagt Moder. Andererseits sind die Wintergäste flexibel. Die Sonnentage ohne Schnee hätten viele zu Wanderungen genutzt. Doch derzeit schneit es im Bayerischen Wald, sind die Loipen präpariert und alle Lifte laufen. Den ersten guten Winter seit vier Jahren erleben die fränkischen Skigebiete. Mit 13 aufeinander folgenden Wochenenden Skibetrieb verzeichnet das Fichtelgebirge sogar einen Rekord.
Doch auf die naturgegebenen Schneemassen allein verlassen sich die Skisportorte längst nicht mehr: Investitionen in die Infrastruktur wie Seilbahnen und Beschneiung rentieren sich nun offenbar. Am Jenner bei Berchtesgaden nahm die Zahl der Skifahrer um 30 Prozent zu. Auch die beiden größten deutschen Skigebiete um Garmisch-Partenkirchen und um Oberstdorf melden Erfolgszahlen. Am Fellhorn und Nebelhorn wurde viel Geld in die Beschneiung gesteckt, die jetzt in beiden Gebieten bis ins Tal möglich ist. Entsprechend wurde die Werbung für das Gebiet intensiviert und am 6. Dezember erstmals ein „Skiopening“ sozusagen als Start in die Wintersaison zelebriert. „Das hat uns mehr Gäste gebracht“, sagt Tourismussprecherin Anne Riedler.
Trend zum Kurztripp
Bedeutsam für die Entwicklung der Gästezahlen ist jedoch die Qualität der Unterkünfte. Verbesserungen sind allerorten möglich – und nötig. „Wir haben noch einige Häuser mit Nachholbedarf“, gesteht der Garmischer Sprecher. Ries verspürt hier einen frischen Wind. Froh sind sie in Inzell, dass es heuer kein weiteres Minus geben wird wie in den vergangenen Jahren. Einen Trend zur Qualität bemerkt Martin Haßlberger aus Ruhpolding. „Statt zehn Tage Billigurlaub zu machen, buchen die Urlauber lieber sechs Tage mit Qualität.“ Die Faschingsferien werden einen weiteren Schub bringen. Die Unterkünfte sind gut gebucht, es gibt aber noch ein paar freie Zimmer. In der Region Oberstdorf liegt so viel Schnee, dass Anne Riedler auch für die Osterferien noch auf Skigäste hofft. Mit Ausnahme von Garmisch-Partenkirchen verstärkt sich in den bayerischen Fremdenverkehrsorten der ohnehin im Winter bereits vorhandene Trend zum Kurzurlaub. Es kommen mehr Gäste, die aber nur wenige Tage bleiben, zum Beispiel über ein verlängertes Wochenende. Für die Beherbergungsbetriebe bedeutet das einen größeren Aufwand. Oberstdorf verzeichnete im Januar ein Plus von knapp sieben Prozent bei den Übernachtungen, während es 16 Prozent bei den Ankünften waren. Im Durchschnitt sechs Tage bleiben die Gäste derzeit in Berchtesgaden. Bedeutsam für die Entwicklung der Gästezahlen ist jedoch die Qualität der Unterkünfte. Verbesserungen sind allerorten möglich – und nötig. „Wir haben noch einige Häuser mit Nachholbedarf“, gesteht der Garmischer Sprecher. Ries verspürt hier einen frischen Wind. Froh sind sie in Inzell, dass es heuer kein weiteres Minus geben wird wie in den vergangenen Jahren. Einen Trend zur Qualität bemerkt Martin Haßlberger aus Ruhpolding. „Statt zehn Tage Billigurlaub zu machen, buchen die Urlauber lieber sechs Tage mit Qualität.“ Die Faschingsferien werden einen weiteren Schub bringen. Die Unterkünfte sind gut gebucht, es gibt aber noch ein paar freie Zimmer. In der Region Oberstdorf liegt so viel Schnee, dass Anne Riedler auch für die Osterferien noch auf Skigäste hofft.







