Zwei Jahre ist der kleine Allgäu Airport in Memmingen inzwischen alt. Und er entwickelt sich prächtig: Seit April startet und landet der irische Billigflieger Ryanair in dem Städtchen – und bringt Gäste auf den Marktplatz, wie sie dort vorher noch nie gesichtet wurden: Die Stadtoberen im Rathaus freuen sich über immer mehr Besucher aus Großbritannien, und die Damen bei der Touristinformation amüsieren sich über jene Engländer und Iren, die allen Ernstes glauben, sie seien in München gelandet. So mancher Taxifahrer soll schon ein ernsthaftes Verständigungsund Glaubwürdigkeitsproblem gehabt haben, als er seinen Fahrgästen klarmachen musste, dass es in Memmingen definitiv kein Hofbräuhaus gibt. Grund der sprachgrenzüberschreitenden Verwirrung: Ryanair nennt sein Flugziel im Unterallgäu just „Munich-West“.
Einigen Spontanschnäppchenfliegern ist ganz offensichtlich nicht bewusst, dass Memmingen 114 Kilometer von München entfernt ist. (For all english readers: The distance from Munich- West to Munich-Hofbräuhaus is seventy miles!) Nun sprechen derartige Vorkommnisse nicht unbedingt für das Mitdenkvermögen der Fluggäste, schließlich starten sie in London-Stansted – was immerhin auch 44 Kilometer weit von der City mitsamt Big Ben, Tower Bridge und Buckingham Palace entfernt ist. Andererseits spricht ganz entschieden für die fehlgeleiteten Biertouristen: Sie blieben bislang stets cool und ließen sich mit Allgäuer Bier mitsamt der schmuckenAltstadtkulisse besänftigen.
Memmingens Oberbürgermeister Ivo Holzinger hat diese, wie es im Marketing- Deutsch heißt, big opportunity sofort erkannt. Er ist bereits drauf und dran, seineKommune zur internationalen Destination weiterzuentwickeln: „In spätestens 20 Jahren werden wir dem Münchner Oktoberfest den Rang abgelaufen haben“, tönt Holzinger. Seine Idee: Man könnte den traditionellen Memminger Jahrmarkt in eine Art Oktoberfest II ummodeln. „Bei uns gibt’s dasselbe, nur billiger und schöner.“ Diese Idee ist zwar nur halb Vision, halb Scherz – hat aber durchaus Potential: Schließlich wäre es nicht die erste Oktoberfest-Attrappe dieser Welt. Und schlechte Einschenker, betrunkene Randalierer und Wucherpreise sollten auch kein Problem sein. Ohnehin findet der Jahrmarkt seit jeher im Oktober statt. Wenn das keine perfekte Vorarbeit des Gastronomengottes ist.
Ganz im Ernst diskutiert der Oberbürgermeister aber bereits mit einer ortsansässigen Brauerei über die Eröffnung eines „Memminger Hofbräuhauses“. „Wir suchen bereits einen Standort“, sagt Holzinger und fügt an: „No joke!“ – kein Scherz. Dort soll dann neben Bier und Enzian aller Voraussicht nach auch Wodka ausgeschenkt werden. Denn: Von August an wird der Airport „Munich-West“ auch ausKiew angeflogen.
Einigen Spontanschnäppchenfliegern ist ganz offensichtlich nicht bewusst, dass Memmingen 114 Kilometer von München entfernt ist. (For all english readers: The distance from Munich- West to Munich-Hofbräuhaus is seventy miles!) Nun sprechen derartige Vorkommnisse nicht unbedingt für das Mitdenkvermögen der Fluggäste, schließlich starten sie in London-Stansted – was immerhin auch 44 Kilometer weit von der City mitsamt Big Ben, Tower Bridge und Buckingham Palace entfernt ist. Andererseits spricht ganz entschieden für die fehlgeleiteten Biertouristen: Sie blieben bislang stets cool und ließen sich mit Allgäuer Bier mitsamt der schmuckenAltstadtkulisse besänftigen.
Memmingens Oberbürgermeister Ivo Holzinger hat diese, wie es im Marketing- Deutsch heißt, big opportunity sofort erkannt. Er ist bereits drauf und dran, seineKommune zur internationalen Destination weiterzuentwickeln: „In spätestens 20 Jahren werden wir dem Münchner Oktoberfest den Rang abgelaufen haben“, tönt Holzinger. Seine Idee: Man könnte den traditionellen Memminger Jahrmarkt in eine Art Oktoberfest II ummodeln. „Bei uns gibt’s dasselbe, nur billiger und schöner.“ Diese Idee ist zwar nur halb Vision, halb Scherz – hat aber durchaus Potential: Schließlich wäre es nicht die erste Oktoberfest-Attrappe dieser Welt. Und schlechte Einschenker, betrunkene Randalierer und Wucherpreise sollten auch kein Problem sein. Ohnehin findet der Jahrmarkt seit jeher im Oktober statt. Wenn das keine perfekte Vorarbeit des Gastronomengottes ist.
Ganz im Ernst diskutiert der Oberbürgermeister aber bereits mit einer ortsansässigen Brauerei über die Eröffnung eines „Memminger Hofbräuhauses“. „Wir suchen bereits einen Standort“, sagt Holzinger und fügt an: „No joke!“ – kein Scherz. Dort soll dann neben Bier und Enzian aller Voraussicht nach auch Wodka ausgeschenkt werden. Denn: Von August an wird der Airport „Munich-West“ auch ausKiew angeflogen.







