Memmingen auf den Flughafen Memmingen ist ein Abfangjäger zurück gekehrt. nein, nicht eine dröhnende Militärmaschine des früheren Luftwaffengeschwaders, sondern ein lautloster Jäger der Lüfte: der Falke. der Greifvogel vergrätzt alle anderen Vogelarten, die dem menschlichen Flugvervekrh in die Quere kommen könnten. Wobei die Krähen und Stare, die auf dem Memminger Platz immer wieder zum Landeanflug ansetzten, zu klein sind, um das Triebwerk eines Linienflugzeuges zu zerstören. Geschafft hatten dies vermutlich viel größere und schwerere Wildgänse in New York, was zu der spektakulären Notlandung eines Jets auf dem Hudson River führte.
Der Falke vom Memminger Flughafen dreht jede Woche zweimal seine Runden über dem Platz. Er gehört einem Falkner, den die Betreibergesellschaft eigens zur Vogelabschreckung engagiert hat. Im Visier sind dabei besonders Krähen. Oft reicht es schon, wenn der Falke auf dem Arm des Falkners seine Schwingen ausbreitet, um die scheuen Krähen aufzuschrecken und für Tage zu vertreiben.
Auf dem Flughafen setzt man noch auf einen besonderen Trick. Das "Follow-me"-Auto (englisch für "Folge mir") fährt normalerweise vor gelandetetn Flugzeugen her, um diesen den Weg zu weisen. In dem bunten Wagen wird aber auch der Falke herumgefahren - in der Hoffnung, dass die schlauen Krähen diesen Wagen sofrt mit Gefahr gleichsetzen und sich davon machen. Nehmen Krähen und Stare die Sache auf die leichte Schulter, kann es für sie todernst werden. Der abgerichtete Falke darf sie schlagen, obwohl zum Beispiel Krähen unter Naturschutz stehen. Der Flughafen besitzt eine Ausnahmegenehmigung. "Die Flugsicherheit geht vor," erklärt Geschäftsführer Ralf Schmid.
Bei der Vogelhatz setzen die Flughafenbetreiber noch auf anderen tierischen Beistand: Füchse, die ihren Bau auf dem Gelände haben, werden nicht gejagt. Sie sollen so viele Mäuse wie möglich vertilgen und damit das Areal für frei lebende Greifvögel unattraktiv machen. Auf den offiziellen Pilotenunterlagen für Anflüge in Memmingen steht jedoch kein Zusatz, wie er in Amerika öfter zu finden ist: "Vorsicht, Wildtiere kreuzen die Startbahn". Ein Allgäuer Pilot musste kürzlich im Wüstenstaat Arizona durchstarten, weil ein Cojote nicht Platz machen wollte...
Quelle: Memminger Zeitung vom 22.1.2009
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Quelle: Memminger Zeitung vom 22.1.2009
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