Die Passagiere eines Linienjets bekommen kaum etwas von den zahlreichen Aktivitäten mit, die einen sicheren Flugbetrieb gewährleistet sollen. Wer eine Maschine betritt, muss sich voll und ganz darauf verlassen, dass andere für die nötige Sicherheit sorgen. Wird plötzlich von „Sicherheitsmängeln“ gesprochen, setzt das mancher mit Gefahr gleich. Eine Mängelliste der Piloten-Gewerkschaft „Cockpit“, in der der Allgäu-Airport aufgeführt ist, sorgt gerade für viel Ärger: alle behörlichen Auflagen werden nämlich erfüllt, bei den kritisierten Punkten handelt es sich lediglich um zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Generell sorgen für größtmögliche Sicherheit an Flughäfen sowohl technische Anlagen als auch ständige Absprachen zwischen Bodenpersonal und Piloten. Noch bevor ein Jet vom Terminal aus losrollt, geht es mit scheinbaren Kleinigkeiten los: Ein Flughafenbeschäftigter zeigt dem Piloten die Bremsklötze, um sicher zu gehen, dass sie auch von den Fahrwerken weggezogen wurden. Auch wenn Passagiere beim Blick aus dem Fenster darüber schmunzeln, das ist Vorschrift.
Per Funk wird danach vom Kontrollturm aus die Genehmigung zum Rollen erteilt, aber erst dann, wenn kein anderes Flugzeug mehr den Weg blockiert. Minuten später bleibt der Jet wieder stehen, und zwar vor einer weißen Querlinie, die wie an einer Straßenkreuzung an der Einmündung jedes Rollwegs in die Startbahn aufgemalt ist. An dieser Stelle setzt auch die Kritik der Piloten- Gewerkschaft ein. Sie bemängelt, dass nicht wie an internationalen Großfl ughäfen rote Stopplichter im Boden eingelassen sind sowie eine gelbe Blinkampel aufgestellt ist. „Das kann man zusätzlich machen,“ erklärt Jens Wöhlecke als Chef der Memminger Flugsicherung. „Wenn es das nicht gibt, wird aber doch die Sicherheit nicht beeinträchtigt“. Sicher ist sicher: Zumindest die gelben Blinklichter wurden - schon lange vor der „Cockpit“- Kritik – in Auftrag gegeben. Ein Sicherheitsrisiko ist aus Sicht der Pilotengewerkschaft auch, dass in Memmingen die schweren Linienmaschinen beim Abfl ug in Richtung Westen auf der Startbahn zum Abfl ugpunkt rollen. Ein separater Rollweg ist zwar vorhanden, wurde aber für viel leichtere Militärfl ugzeuge gebaut, und ist daher nicht nutzbar. Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schmid reagiert auf diese Kritik ärgerlich. Solange der Jet auf der Piste rolle, dürfe einfach kein anderer starten oder landen, „das ist doch selbstverständlich.“
Meldet sich wirklich zeitgleich ein anderes Flugzeug über Funk zur Landung an, muss dieses mehrere Kilometer vom Flughafen entfernt Kreise drehen, bis die Piste frei ist. Sensible Passagiere spüren dieses Verfahren auch inmitten der dicksten Wolken, da das Flugzeug dann immer in leichter Schräglage fl iegt. Für die Flugsicherheit in Flughafennähe sorgt übrigens nicht nur das Bodenpersonal, sondern auch ein Fluglotse in München. Fliegt eine Linienmaschine beispielsweise von Süden aus über ein sogenanntes Funkfeuer bei Kempten nach Memmingen, dürfen zu dieser Zeit keine Fallschirmspringer über dem kleinen Flugplatz Leutkirch abgesetzt werden. Worüber die Fallschirmspringer „stinkig“ sind, weil der Flugverkehr nach Memmingen immer mehr zunimmt.
Per Funk wird danach vom Kontrollturm aus die Genehmigung zum Rollen erteilt, aber erst dann, wenn kein anderes Flugzeug mehr den Weg blockiert. Minuten später bleibt der Jet wieder stehen, und zwar vor einer weißen Querlinie, die wie an einer Straßenkreuzung an der Einmündung jedes Rollwegs in die Startbahn aufgemalt ist. An dieser Stelle setzt auch die Kritik der Piloten- Gewerkschaft ein. Sie bemängelt, dass nicht wie an internationalen Großfl ughäfen rote Stopplichter im Boden eingelassen sind sowie eine gelbe Blinkampel aufgestellt ist. „Das kann man zusätzlich machen,“ erklärt Jens Wöhlecke als Chef der Memminger Flugsicherung. „Wenn es das nicht gibt, wird aber doch die Sicherheit nicht beeinträchtigt“. Sicher ist sicher: Zumindest die gelben Blinklichter wurden - schon lange vor der „Cockpit“- Kritik – in Auftrag gegeben. Ein Sicherheitsrisiko ist aus Sicht der Pilotengewerkschaft auch, dass in Memmingen die schweren Linienmaschinen beim Abfl ug in Richtung Westen auf der Startbahn zum Abfl ugpunkt rollen. Ein separater Rollweg ist zwar vorhanden, wurde aber für viel leichtere Militärfl ugzeuge gebaut, und ist daher nicht nutzbar. Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schmid reagiert auf diese Kritik ärgerlich. Solange der Jet auf der Piste rolle, dürfe einfach kein anderer starten oder landen, „das ist doch selbstverständlich.“
Meldet sich wirklich zeitgleich ein anderes Flugzeug über Funk zur Landung an, muss dieses mehrere Kilometer vom Flughafen entfernt Kreise drehen, bis die Piste frei ist. Sensible Passagiere spüren dieses Verfahren auch inmitten der dicksten Wolken, da das Flugzeug dann immer in leichter Schräglage fl iegt. Für die Flugsicherheit in Flughafennähe sorgt übrigens nicht nur das Bodenpersonal, sondern auch ein Fluglotse in München. Fliegt eine Linienmaschine beispielsweise von Süden aus über ein sogenanntes Funkfeuer bei Kempten nach Memmingen, dürfen zu dieser Zeit keine Fallschirmspringer über dem kleinen Flugplatz Leutkirch abgesetzt werden. Worüber die Fallschirmspringer „stinkig“ sind, weil der Flugverkehr nach Memmingen immer mehr zunimmt.







