FÜSSEN (sz) - Mit dem Märchenschloss Neuschwanstein als
Aushängeschild will der Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben
verstärkt Gäste aus dem Ausland in die Ferienregion zwischen Füssen und
Bodensee locken. Der Freistaat Bayern unterstützt dieses Ziel mit einer
weiteren Förderung des Regionalflughafens Memmingen.
In Füssen kommen 40 Prozent der Gäste aus dem Ausland, vor allem aus Japan, Italien und den USA. Sie wollen die Königsschlösser besichtigen. „Von solchen Zahlen kann der Verband insgesamt nur träumen“, sagte der Vorsitzende Alfons Zeller auf der Herbstversammlung in Füssen. Laut Bernhard Joachim, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben, werden Marketingmittel im kommenden Jahr für die Allgäu-Werbung in Italien, der Schweiz und in den Benelux-Ländern eingesetzt.
Ein großer Teil des Gästezuwachses aus dem Ausland soll über den Allgäu-Airport in Memmingen in die Region kommen. Dort hätten die Passagierzahlen alle Erwartungen übertroffen, sagte Joachim. Bis Ende Oktober zählte der im Juni 2007 eröffnete Flughafen bei den Verbindungen nach Berlin, Hamburg und Köln/Bonn 137 000 Ankünfte und 24 5000 Passagiere.
Auf dem Auslandsmarkt werde Neuschwanstein, das bei einer Internet-Abstimmung mit mehr als 100 Millionen Teilnehmern als eines der „achten Weltwunder“ ganz nach vorne gewählt worden sei, allenfalls in Zusammenhang mit Bayern wahrgenommen, aber nicht Teil des Allgäus, beklagte der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut. Er sieht Nachholbedarf im Marketing. Auch die Positionierung des Allgäus und des nördlich angrenzenden Bereichs Bayerisch-Schwaben als Rad- und Wanderregion geht ihm nicht schnell genug.
Die Staatsregierung werde ihren Teil dazu beitragen, den Tourismus im Südwesten des Freistaates weiterhin zu fördern, versicherte der Unterallgäuer Landtagsabgeordnete Franz Pschierer (CSU), der im Kabinett von Horst Seehofer als Staatssekretär im Finanzministerium vertreten ist. Der Freistaat werde deshalb nicht nur den Flughafen Memmingen weiter fördern, sondern auch den Ausbau der Bundesstraße 12 Lindau-München zwischen Kempten und Buchloe vorantreiben. Pschierer: „Der Tourismus wird als Leit-Ökonomie oft unterschätzt. Wir müssen die Infrastruktur stärker gewichten.“
Mit einem Plus von rund drei Prozent bei Gästen und Übernachtungen hat das Verbandsgebiet Allgäu/Bayerisch-Schwaben den bayerischen Durchschnitt bis Anfang September deutlich übertroffen. In dieser Zeit verzeichnete die Region etwa 1,9 Millionen Gäste.
Quelle: Schwäbische Zeitung vom 29.11.2008
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In Füssen kommen 40 Prozent der Gäste aus dem Ausland, vor allem aus Japan, Italien und den USA. Sie wollen die Königsschlösser besichtigen. „Von solchen Zahlen kann der Verband insgesamt nur träumen“, sagte der Vorsitzende Alfons Zeller auf der Herbstversammlung in Füssen. Laut Bernhard Joachim, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben, werden Marketingmittel im kommenden Jahr für die Allgäu-Werbung in Italien, der Schweiz und in den Benelux-Ländern eingesetzt.
Ein großer Teil des Gästezuwachses aus dem Ausland soll über den Allgäu-Airport in Memmingen in die Region kommen. Dort hätten die Passagierzahlen alle Erwartungen übertroffen, sagte Joachim. Bis Ende Oktober zählte der im Juni 2007 eröffnete Flughafen bei den Verbindungen nach Berlin, Hamburg und Köln/Bonn 137 000 Ankünfte und 24 5000 Passagiere.
Auf dem Auslandsmarkt werde Neuschwanstein, das bei einer Internet-Abstimmung mit mehr als 100 Millionen Teilnehmern als eines der „achten Weltwunder“ ganz nach vorne gewählt worden sei, allenfalls in Zusammenhang mit Bayern wahrgenommen, aber nicht Teil des Allgäus, beklagte der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut. Er sieht Nachholbedarf im Marketing. Auch die Positionierung des Allgäus und des nördlich angrenzenden Bereichs Bayerisch-Schwaben als Rad- und Wanderregion geht ihm nicht schnell genug.
Die Staatsregierung werde ihren Teil dazu beitragen, den Tourismus im Südwesten des Freistaates weiterhin zu fördern, versicherte der Unterallgäuer Landtagsabgeordnete Franz Pschierer (CSU), der im Kabinett von Horst Seehofer als Staatssekretär im Finanzministerium vertreten ist. Der Freistaat werde deshalb nicht nur den Flughafen Memmingen weiter fördern, sondern auch den Ausbau der Bundesstraße 12 Lindau-München zwischen Kempten und Buchloe vorantreiben. Pschierer: „Der Tourismus wird als Leit-Ökonomie oft unterschätzt. Wir müssen die Infrastruktur stärker gewichten.“
Mit einem Plus von rund drei Prozent bei Gästen und Übernachtungen hat das Verbandsgebiet Allgäu/Bayerisch-Schwaben den bayerischen Durchschnitt bis Anfang September deutlich übertroffen. In dieser Zeit verzeichnete die Region etwa 1,9 Millionen Gäste.
Quelle: Schwäbische Zeitung vom 29.11.2008
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