von Johannes Schlecker - Memmingerberg Ein weiterer Schritt Richtung Entlastungsstraße um Memmingerberg ist getan. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat einstimmig der Entwurfsplanung für die rund drei Kilometer lange Trasse nordöstlich von Memmingerberg zugestimmt (siehe Grafik). Der Abstimmung vorausgegangen war der Grundsatzbeschluss, den der Bauausschuss des Kreistages vor Kurzem gefasst hatte (wir berichteten).
Nach Angaben von Bürgermeister Alwin Lichtensteiger ist damit eine „richtungsweisende Entscheidung“ getroffen worden. Ziel sei es, dem hohen Verkehrsaufkommen in der Gemeinde durch den Flughafen und die Ausweisung eines großen Gewerbegebiets im Zuge der Konversion des ehemaligen Fliegerhorstes zu begegnen.

Das Thema Umgehung stieß auch auf das Interesse vieler Bürger. Gemeinsam mit den Gemeinderäten verfolgten rund 30 Zuhörer die Ausführungen von Walter Pleiner, der den Stand der Planung vortrug (siehe Infokasten). Der Tiefbauamtsleiter des Landratsamts Unterallgäu machte deutlich, dass nach dem Signal des Kreises nun auch ein Signal der Gemeinde notwendig sei, um die weitere Planung zügig voranzutreiben. Anhand eines Lageplans betonte Pleiner, dass man Wert darauf gelegt habe, größere Anlieger-Grundstücke im Zuge des Neubaus möglichst nicht zu durchbrechen. Zudem seien Lärmschutzmaßnahmen im Bereich der Einfädelung des neuen Anschlusses in Höhe des Wohngebietes Künersberg vorgesehen.
Nach Angaben von Bürgermeister Alwin Lichtensteiger ist damit eine „richtungsweisende Entscheidung“ getroffen worden. Ziel sei es, dem hohen Verkehrsaufkommen in der Gemeinde durch den Flughafen und die Ausweisung eines großen Gewerbegebiets im Zuge der Konversion des ehemaligen Fliegerhorstes zu begegnen.
Das Thema Umgehung stieß auch auf das Interesse vieler Bürger. Gemeinsam mit den Gemeinderäten verfolgten rund 30 Zuhörer die Ausführungen von Walter Pleiner, der den Stand der Planung vortrug (siehe Infokasten). Der Tiefbauamtsleiter des Landratsamts Unterallgäu machte deutlich, dass nach dem Signal des Kreises nun auch ein Signal der Gemeinde notwendig sei, um die weitere Planung zügig voranzutreiben. Anhand eines Lageplans betonte Pleiner, dass man Wert darauf gelegt habe, größere Anlieger-Grundstücke im Zuge des Neubaus möglichst nicht zu durchbrechen. Zudem seien Lärmschutzmaßnahmen im Bereich der Einfädelung des neuen Anschlusses in Höhe des Wohngebietes Künersberg vorgesehen.
Im Anschluss stellte Claus Kiener vom Ingenieurbüro Modus Consult Ulm – wie bereits im Bauauschuss des Kreistags geschehen – die Zahlen einer Verkehrserhebung im Juli vergangenen Jahres vor. Damals hatte eine Hochrechnung von knapp 16 000 Fahrzeugen, die künftig die Entlastungsstraße nutzen könnten, für Diskussionsstoff gesorgt. Diese Zahl basiert laut Kiener auf einer Schätzung, die eine maximale Auslastung des Gewerbegebiets und einen rasanten Anstieg an Fluggästen zugrunde legt. Dieses Verkehrsaufkommen sei jedoch eine „extreme Prognose, die so gar nicht eintreffen muss“, fügte Pleiner im Anschluss an Kieners Ausführungen hinzu. Richtig sei, dass die Umgehung rund 10 000 Fahrzeuge pro Tag aufnehmen könne. „Mit der Entlastungsstraße verbauen wir uns für die Zukunft aber nichts“, erklärte der Tiefbauamtsleiter auf Nachfrage von Gemeinderätin Brigitte Mock. Sie hatte sich skeptisch geäußert und eine eigene Autobahnausfahrt in Höhe der Raststätte Hohenloh ins Spiel gebracht. „Wir werden die Entwicklungen Schritt für Schritt weiter beobachten“, versicherte Pleiner.
Damit die Umgehung auch genutzt wird und der Verkehr nicht – wie bisher – zu einem großen Teil über die Augsburger Straße in Memmingerberg fließt, kündigte Bürgermeister Lichtensteiger an, diese von einer Land- zu einer Ortsstraße zurückzustufen.
Förderquote überdurchschnittlich
Mit einer „überdurchschnittlichen“ Förderquote von 70 Prozent habe der Freistaat eine besondere Förderfähigkeit des Bauprojektes erkannt. Den Rest teilen sich Landkreis und Kommune. Die für die Gemeinde entstehenden Kosten sind nach Zustimmung der Räte für die mittelfristige Finanzplanung im Haushalt 2010/2011 vorgesehen.
Quelle: Memminger Zeitung, 26.11.2008
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