Memmingen. Am
Allgäu Airport laufen im Moment intensive Gespräche, einen von der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) für
Donnerstagvormittag ankündigten Warnstreik abzuwenden. „Wir verhandeln bis
zuletzt“ heißt es aus der Geschäftsführung des Flughafens am frühen
Mittwochnachmittag. Sobald ein Ergebnis feststehe, werde die Öffentlichkeit
informiert.
Hintergrund der Auseinandersetzung sind Verhandlungen um
die Entlohnung und um die Absicherung der beiden festangestellten Fluglotsen im
Falle eines Verlustes ihrer Lotsenlizenz. „ Wir stehen
seit Wochen in intensiven Gesprächen“, berichtet Airport-Geschäftsführer Ralf Schmid. Parallel zu den Verhandlungen mit den
Lotsen habe die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) darauf gedrängt, in Tarifverhandlungen
einzutreten. Schmid: „Da wir bislang die Meinung vertreten haben, mit unseren
Mitarbeitern im vertrauensvollen Dialog eine Lösung erreichen zu können, haben
wir die Verhandlungen mit der GdF als nicht erforderlich betrachtet und unsere
Lotsen darüber informiert.“ Leider konnten die Angebote des Airports, die in
Anlehnung an den aktuellen Tarifvertrag erarbeitet und mit den Lotsen
diskutiert wurden, nicht verhindern, dass die Lotsen die Gespräche am
Dienstagnachmittag abgebrochen und die Geschäftsführung des Airport
aufgefordert haben, nur noch mit der GdF zu verhandeln. Begründet wird dieser
Entschluss mit der aus Sicht der Lotsen langen Zeitdauer der Gespräche. Die
Gewerkschaft kündigte daraufhin einen Warnstreik für Donnerstag an.
„Hier ist festzuhalten,“, so
die Geschäftsleitung des Allgäu Airport, „dass wir erstmals kurz vor
Weihnachten, dann noch einmal Mitte Januar mit einem ersten konkreten Vorschlag
und final am Dienstagnachmittag mit den Lotsen diskutiert haben. Betont werden
muss an dieser Stelle, dass der Entschluss offenbar nichts mit den Inhalten
unseres Angebotes zu tun hat!“ Der angekündigte Streik mache deutlich, dass die
Mitarbeiter die Konfrontation einem vertrauensvollen Miteinander vorziehen. „Das
ist sehr bedauerlich, “ so Schmid, „da wir nach wie vor der Meinung sind, mit
unseren Mitarbeitern ein offenes Verhältnis zu pflegen und dies auch weiterhin
tun wollen.“








