Die
Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) stärkt dem Incoming-Tourismus im
Allgäu den Rücken. Bei seinem ersten Besuch auf dem Allgäu Airport betonte
IHK-Präsident Andreas Kopton, der Flughafen spiele eine wichtige Rolle für ganz
Schwaben und habe sich binnen zweier Jahre überaus erfolgreich entwickelt.
Insbesondere für den Tourismus im Allgäu sei er von großer Bedeutung, da über
ihn neue Märkte erschlossen werden können. Deshalb überbrachte der Präsident aus
dem IHK-Luftverkehrsfonds einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro, mit dem Allgäu
Marketing gezielt auf ausländischen Märkten mit Hilfe der neuen Flugverbindungen
für die Tourismusregion Allgäu werben kann.
Ralf Schmid, Sprecher
der Allgäu Airport Geschäftsführung, verwies auf die Chancen, die insbesondere
in den Verbindungen von London, Dublin, Edinburgh und Stockholm nach Memmingen
bestünden. Aber auch der osteuropäische Markt, der zurzeit mit Flügen nach Kiew
und Kattowitz bedient werde, biete langfristig Potential. „Hinzu kommen mit
Berlin, Hamburg, Köln und Bremen vier innerdeutsche Strecken, die sich überaus
erfreulich entwickeln.“
Dies wurde auch von
Alfons Zeller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben,
bekräftigt. Er bezog sich dabei auf die Ergebnisse einer Fluggastbefragung, die
vom Mittelstandsinstitut der Hochschule Kempten durchgeführt worden ist. Demnach
sind 43 Prozent der Passagiere aller Inlandsflüge dem sogenannten
Incoming-Anteil zuzuordnen. Im Jahr 2008 verzeichnete der Allgäu Airport über
460.000 Passagiere, für das laufende Jahr rechnet man mit 700.000.
Der Unterallgäuer
Landrat Hans-Joachim Weirather erläuterte die laufenden Planungen zu
Verbesserung der verkehrlichen Anbindung des Allgäu Airport. Das
Planfeststellungsverfahren zur Errichtung eines direkten Anschlusses an die
bestehende Autobahnabfahrt Memmingen Ost in Verbindung mit einer Umgehungsstraße
um Memmingerberg soll zügig eingeleitet werden. Dies werde zu einer deutlichen
Entlastung des Durchgangsverkehrs in Memmingerberg beitragen.







