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"Beeindruckend und spektakulär"

Memmingen l feß l Rund 46 000 Menschen waren am Wochenende bei zwei Tagen der offenen Tür auf dem Gelände des Memminger Flughafens unterwegs. Unter ihnen auch Anneliese Thiel aus Westerheim (Unterallgäu). Sie ist vor allem wegen den Flugshows gekommen. „Das finde ich einfach beeindruckend“, sagt sie begeistert. Vom Allgäu Airport aus gestartet ist sie auch schon. „Gemeinsam mit meinem Enkel bin ich nach Berlin geflogen, das hat er sich gewünscht“, erzählt Thiel. Mehr durch Zufall hat es Friedhelm Knechtle aus dem Landkreis Konstanz nach Memmingen verschlagen. „Ich habe meine Neffen besucht und die wollten unbedingt zum Flughafen“, erzählt er. Sonst wäre er wohl nicht hierher gekommen. Doch jetzt ist er vor allem von den Kunstflügen begeistert: „Einfach spektakulär.“ „Wir sind richtige Flugzeugfans“, sagen Volker Trager und Margit Mager aus Senden. Die beiden interessieren sich besonders für die alten Bundeswehrmaschinen, die auf dem Gelände ausgestellt sind. Aber auch die Flugshows haben es ihnen angetan: „Super, wie die mit den Flugzeugen umgehen können.“ Joachim Prümm und seine Frau Susanne aus dem Memminger Stadtteil Steinheim sind vor allem wegen den Flugshows gekommen. „Gerade der Auftritt des deutschen Meisters Matthias Dolderer war wirklich Wahnsinn“, sagt Joachim Prümm. „Schon atemberaubend, was man mit so einer Maschine alles machen kann“, ergänzt seine Frau.

Wenn Felder wie Teppiche aussehen

RUNDFLUG Maximilian (7) sieht mit seinem Opa die Heimat zum ersten Mal von oben

Memmingen Maximilian tritt von einem Fuß auf den anderen. Immer wieder blickt der Siebenjährige zu dem weißen Sportflugzeug, das hinter einer Absperrung steht. Um ihn herum tummeln sich die Menschen. Insgesamt sind etwa 46 000 an diesem Wochenende bei den beiden Tagen der offenen Tür des Allgäu Airports.  
Für Maximilian aus Mindelheim ist es ein ganz besonderer Tag. „Ich bin noch nie geflogen“, erzählt der Bub. Doch das wird sich gleich ändern. „Ich fliege mit meinem Opa in diesem Flugzeug.“ Maximilian zeigt auf die Maschine hinter der Absperrung. Noch ein kurzer Sicherheits- Check, dann geht es auch schon gemeinsam mit Opa Egon zu dem kleinen Sportflugzeug. Die Rundflüge werden von der Sportfluggruppe Memmingen angeboten.  
Oben am Himmel zeigt gerade Matthias Dolderer aus Tannheim bei Memmingen, der deutsche Meister im Motorkunstflug, sein Können. Die kleine Maschine wirbelt durch die Luft, überschlägt sich, trudelt langsam nach unten, um dann wieder mit röhrenden Motoren durchzustarten – bis sie fast in den Wolken verschwindet. „Wow, cool“, meint Maximilian, den Blick wie gebannt nach oben gerichtet. Der Siebenjährige ist beeindruckt. „Aber ich will so nicht fliegen“, sagt er lächelnd.  
Doch dann wird es ernst für Maximilian: Alle sind angeschnallt und Pilot Michael Brandner startet die Maschine. Aus dem Funkgerät rauschen verzerrt Gesprächsfetzen. Der Tower erteilt die Genehmigung zur Landung oder Flieger fragen nach einer Starterlaubnis. „Das ist Flughafen-Sprache, das versteh’ ich nicht“, meint Maximilian.  
Auch Pilot Brandner funkt mit dem Tower. Aber die Starterlaubnis lässt auf sich warten. Immer noch zeigen Kunstflieger ihre Formationen am Himmel und solange ist kein Starten möglich. „Wann sind die endlich fertig mit dem Rumturnen?“ Maximilian wird ungeduldig. Er will endlich gemeinsam mit seinem Opa das Unterallgäu von oben sehen. „Ich bin viel mit meinem Enkel unterwegs“, erzählt derweil Egon Groß. Der 72-Jährige begeistert sich genauso wie sein Enkel für Flugzeuge und Eisenbahnen. „Neulich waren wir zusammen auf Sizilien“, sagt Groß. Für ihn ist der Flug in einer kleinen Sportmaschine fast schon Routine. „Ich bin schon öfter mitgeflogen. Allerdings ist das schon eine Weile her.“  
Dann geht es endlich los. Die weiße Sportmaschine brettert übers Rollfeld und hebt sanft ab. Maximilian schaut wie gebannt aus dem Fenster und ist plötzlich ganz still. Die vielen Menschen, die sich um die ausgestellten Flugzeuge drängen, wie scheinen wie kleine bunte Punkte bis sie schließlich ganz aus dem Blickfeld verschwinden. „Die Felder schauen aus wie Teppiche“, sagt Maximilian und Opa Egon zeigt auf eine Ansammlung von Häusern mit einem Kirchturm in der Mitte: „Das ist Babenhausen und weiter hinten liegt Mindelheim.“ Dann wird das kleine Flugzeug von einer Windböe erfasst und leicht durchgeschüttelt. „Das kribbelt im Bauch.“ Maximilian kneift die Augen zu und wartet bis es vorbei ist.  
Der Pilot dreht noch ein paar Runden, fliegt über die Autobahn, über die Iller und das Memminger Stadtgebiet und landet dann schließlich wieder auf dem Rollfeld des Allgäu Airports. Mit einem Lächeln im Gesicht steigen Opa Egon und Maximilian aus der Maschine. Wie es ihnen gefallen hat? „Schön war’s.“
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Maximilian (7) unternahm mit seinem Opa Egon den ersten Flug seines Lebens.
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Im Landeanflug: Eine Transall kurz vor dem Aufsetzen auf dem Rollfeld.
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Nur schnell einen Blick hineinwerfen: Die Ausstellung mit verschiedenen Maschinen begeisterte die Besucher. Hier im Bild ein Bundeswehrhubschrauber CH 53, ein Tornado und im Hintergrund eine Transall.
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Probesitzen: Kinder erkunden einen Starfighter.
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Einmal im Cockpit einer Transall aus in die Menge blicken, das wollten am vergangenen Wochenende viele. Deshalb bildeten sich lange Schlangen vor dem Eingang des Flugzeugs.
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Tabakspürhund Franzi zeigt gemeinsam mit Albert Gerle den Zuschauern, wie der Zoll verbotene Ware "erschnüffelt".
Quelle: Memminger Zeitung, 22. September 2008

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