Allgäu Airport begrüßt einfachere Zollabfertigung

Spitzengespräch in Berlin bringt Bewegung

Memmingen
Die Verantwortlichen des Allgäu Airport Memmingen begrüßen   die vom Bundesfinanzministerium in Aussicht gestellte Erleichterung bei der Zollabfertigung und freuen sich insbesondere über die starke Unterstützung durch heimische Politiker. „Es war ein sehr wichtiges Signal, so viele Mitstreiter in Berlin zu haben,“ kommentiert Ralf Schmid, der Allgäu Airport Geschäftsführer, die konzertierte Aktion in der Bundeshauptstadt.
So hatten Staatssekretär Dr. Gerd Müller und der Abgeordnete Kurt Rossmanith ein Spitzengespräch im Bundesfinanzministerium vermittelt. Im Vorfeld hatten sich auch Landwirtschaftsminister Josef Miller und Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller für das Anliegen stark gemacht. Im Kern geht es um die Erteilung des sogenannten Zollstatus, der eine Abfertigung bei Flügen in Nicht-EU-Länder erleichtert.
Bisher mussten insbesondere für die wöchentlich stattgefundenen Türkei-Flüge eigens Zöllner aus dem Bayerischen Wald anreisen. Finanz-Staatssekretär Gatzer stellte nun auch eine Erleichterung bei Geschäftsflügen aus Nicht-EU-Ländern in Aussicht, die dann nur noch eine Stunde vorher angemeldet werden müssen - statt wie bisher 24 Stunden, was insbesondere Flüge aus der Schweiz stark behinderte. „Das wäre für uns eine echte Erleichterung und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Zollflughafen, der uns auch in Aussicht gestellt wurde“, erklärt Ralf Schmid, der sich optimistisch zeigt, in absehbarer Zeit diesen Status zu erhalten, wie ihn die beiden anderen Verkehrsflughäfen in Bayern und der Verkehrslandeplatz Augsburg besitzen. „Der Bedarf ist da,“ so Schmid. Im kommenden Sommer werden wieder regelmäßige Türkei-Flüge stattfinden.

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