Memmingen. „Rohr frei“ für ein neues Bauprojekt am Allgäu Airport in Memmingen: Am Mittwoch, den 28. November, begann mit diesem symbolischen Akt die Sanierung zahlreicher Abwasserkanäle auf dem ehemaligen Fliegerhorst. In zwei Bauabschnitten sollen die gebäudenahen Kanäle bis zum kommenden Jahr in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) mit einem Aufwand von rund 300.000 Euro erneuert werden. Die Arbeiten werden von einem der führenden Spezialunternehmen auf diesem Gebiet, Tubus GmbH, durchgeführt.
Zum Baubeginn in Anwesenheit von Hans-Joachim Weirather, dem Landrat des Kreises Unterallgäu, Philipp Fickler von der BIMA und Ralf Schmid, Geschäftsführer des Allgäu Airport, musste keine Schaufel zum Spatenstich bereitstehen. Alle Arbeiten der ersten Sanierungsstufe können nämlich ohne jegliche Grabungen ausgeführt werden. In diesem Bauabschnitt, der voraussichtlich im Februar 2008 fertiggestellt sein wird, versetzen die Rohr-Experten über eine Länge von mehr als einem Kilometer defekte Mischwasserkanäle durch das sogenannte Inlinerverfahren in einen absolut dichten und nahezu neuwertigen Zustand. „Dabei wird in das bestehende Rohrnetz eine zweites eingezogen, das aus einem speziellen Kunststoff besteht,“ erklärte Projektberater Rüdiger Franke vom Ingenieurbüro Franke.Infraconsult. Gleichzeitig werden 33 Schächte saniert, damit das Abwassersystem für die nächsten Jahrzehnte wieder optimal seinen Zweck erfüllen kann.
Zuvor waren rund 10 Kilometer des insgesamt fast 50 Kilometer unfassenden Abwasserrohrsystems unter dem gesamten Flughafengelände gereinigt und mit einer Kanalkamera auf Defekte untersucht worden. Eine ferngesteuerte unterirdische Fräse besserte kleinere Schäden aus. „Mit diesen Maßnahmen“, so Ralf Schmid, „stellen wir die weitere positive Entwicklung des Allgäu Airport sicher.“
Mit der zweiten Sanierungsstufe kann witterungsbedingt erst im Frühjahr begonnen werden. Dann kommen auch Schaufel und Bagger an den Stellen zum Einsatz, die Erdarbeiten nötig machen. Den Fluggästen entstehen, betont Ralf Schmid, durch die Arbeiten keinerlei Unannehmlichkeiten.







