Memmingen.
Für Marina Mentgen war es der Abschluss eines erholsamen Allgäu-Urlaubs – und für den Allgäu Airport Memmingen ein wichtiges Signal: Die 44-jährige aus Neumünster in Schleswig-Holstein war am Sonntag, 21. Oktober, der 100.000 Passagier, der in der noch jungen Geschichte von Bayerns drittem Verkehrsflughafen begrüßt werden konnte. Ihr Flug mit TUIfly nach Hamburg durchbrach die Schallmauer von 100.000 Gästen – und das in weniger als vier Monaten. Für Allgäu Airport Geschäftsführer Ralf Schmid ein untrüglicher Beleg, mit dem Flughafen auf der richtigen Spur zu sein. „Wir spüren eine unglaublich große Resonanz – und das von München bis Tirol, von Ulm bis in die Schweiz hinein.“
Auch Marina Mentgen zeigte sich begeistert von der neuen Möglichkeit, ins Allgäu zu fliegen; bisher war sie immer im Auto oder mit der Bahn angereist. Denn dort, in Kempten, leben ihre Eltern, bei denen sie gerade zusammen mit ihrer Tochter Julia (13) eine Ferienwoche verbracht hat. Sie erhielt zur Erinnerung an ihren „Jubiläumsflug“ zusätzliches Handgepäck: Geschäftsführer Schmid überreichte Blumen und im Namen von TUIfly einen Flug-Gutschein, mit dem die nächste Reise ins Allgäu bereits gesichert ist. Im Winter wollen Mutter und Tochter nämlich schon wiederkommen.
Wurde auf dem Allgäu Airport vor kurzem erst der 100. Betriebstag gefeiert, so gab der 100.000 Fluggast erneut Grund, eine positive Bilanz zu ziehen. Deutschlands jüngster und höchst gelegener Verkehrsflughafen gilt auch als einer der pünktlichsten und bekommt beste Kritiken. Fluggäste loben die kurzen Wege und Abfertigungszeiten, das günstige Parken und die attraktiven Verbindungen. Die Fluggesellschaft TUIfly, bald mit zwei Maschinen auf dem Allgäu Airport vertreten, zeigt sich erfreut über das Passagieraufkommen und kürte ihn bereits zum pünktlichsten Flughafen ihres gesamten Streckennetzes. Hervorragend angenommen wurden die beiden innerdeutschen Verbindungen nach Berlin und Hamburg. Bei den internationalen Zielen hat Mallorca als Urlaubsdestination die Nase vorn. Aber auch Venedig, Neapel, Antalya und die Insel Kreta liegen bestens im Rennen.
Die zweite Boeing 737, die ab 28. Oktober auf dem Allgäu Airport stationiert wird, erweitert das Reiseangebot um die Ziele Köln/Bonn (einmal täglich außer Samstags), Rom (dreimal wöchentlich), Fuerteventura und Las Palmas auf Gran Canaria (einmal wöchentlich). Außerdem wird der bereits bestehende Hamburg-Flug gerade für Geschäftsreisende noch attraktiver, da er nun als Tagesrandverbindung – 6.50 Uhr Abflug nach Hamburg, 21.40 Uhr wieder Ankunft in Memmingen – angeboten wird.
Für den kommenden Winter rechnen die Verantwortlichen des Allgäu Airports mit noch mehr Urlaubsgästen, die das neue Flugangebot ins Allgäu nutzen. Bisher liegt ihr Anteil bei über 30 Prozent. Gerade für Wintersportler werde nun ein Kurztrip auf die Skipisten des Allgäus zur einer echten Alternative. Mit den Flügen ab Köln/Bonn, Hamburg und Berlin erschließe man drei Ballungsräume mit einem großen Potential an Skifahrern, betont Allgäu Airport Geschäftsführer Ralf Schmid.







